Der "Dumme-Fragen-Fred"

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Bienchen
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Der "Dumme-Fragen-Fred"

Beitrag von Bienchen » 27.04.2009, 16:47

Ein Thread für all meine, euch vermutlich völlig überflüssig vorkommenden, Fragen.

Ich habe eben zwecke Wheelie-Projekt meine Pedale tauschen wollen. Beide zuvor von mir montierten Pedale waren von mir im Handumdrehen zu lösen. Wo ich bisher, wenn die Pedale von anderen montiert wurden, diese nur mit viel Schweiß und Fluchen runter bekommen habe.
Frage 1: muss ich die Pedale fester montieren? :? Eigentlich kann sie sich doch nicht lösen, oder?



Uuuund, ich habe die Schrauben der Scheibe meiner XT-Bremse kaum lösen können (wieder nur mit viel Schweiß und Fluchen). Da kam mir der Sinn diese Schräubsgens vielleicht vor dem nächsten montieren zu fetten. Aber bei Fett und Bremsscheibe schrillen bei mir auch die Alarmglocken.
Frage 2: Ist das Einfetten der Bremsscheibenschrauben unbedenklich oder sollte ich das besser lassen?

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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 27.04.2009, 16:54

Pedale sollten schon fester sein...seit ich mal mit nem echten Pedalschlüssel an meinen war, bekomme ich die nich mehr ab....
Bremsscheibenschrauben NUR mit Loctite behandeln! Wehe, die Schräubsken werden gängig gemacht - die nudeln sich im Radumdrehen selber raus und deine Scheibe klingelt fröhlich ihrer Freiheit entgegen!
Am einfachsten sind selbstsichernde Schrauben. Gönne ich mir auch immer. Spart das Loctite.

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Beitrag von Mr.C » 27.04.2009, 18:55

Zur Erläuterung: Loctite ist ein Gewinde"kleber", wobei Kleber nicht ganz das richtige Wort ist.
Gibt's in drei Festigkeitsstufen, von leichtfest bis bombig. Wird auf's Schraubengewinde appliziert (nur ein oder zwei Tropfen auf's untere Ende! Und nicht rundherum über's ganze Gewinde verteilen, das macht der Schraubvorgang von allein!) und die Schraube dann ihrem Bestimmungsort zugeführt. Bei sparsamer Mengenapplikation eine einfache und saubere Sache.
Für Schrauben am Rad empfehle ich (meine ureigenste Meinung...) übrigens immer die hochfeste Variante, alles andere hat sich durchaus schon mal gelöst.
Bekommt man übrigens i. d. R. NICHT im Baumarkt (da gibts fast immer nur irgend so ein Billigderivat, Finger weg!), aber in jedem Eisenwarenfachgeschäft. Und immer mehr Radläden haben's auch vorrätig.

So, und jetzt sauberes Schrauben!
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Beitrag von Bienchen » 27.04.2009, 19:29

Kann ich die Schrauben denn auch nach der Verwendung von Loctite ohne große Probleme wieder lösen?


Und wenn ich die Pedale so fest anziehe das ich sie gar nicht mehr ab bekomme habe ich dadurch doch auch nichts gewonnen... Wenn die Pedale einmal kaputt gehen kann ich sie nicht mehr austauschen!

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Beitrag von GhostY » 27.04.2009, 19:45

Bienchen hat geschrieben:Kann ich die Schrauben denn auch nach der Verwendung von Loctite ohne große Probleme wieder lösen?
Lösen geht eigentlich immer, zumindest bei Innen-Aussensechskant. Ausnahmen sind evtl. kleine Kreuzlitz mit weichem Stahl oder nicht passender Schraubendreher.
Bienchen hat geschrieben: Und wenn ich die Pedale so fest anziehe das ich sie gar nicht mehr ab bekomme habe ich dadurch doch auch nichts gewonnen... Wenn die Pedale einmal kaputt gehen kann ich sie nicht mehr austauschen!
Hier gilt, mit dem Werkzeug zum festziehen bringt man sie auch wieder auf. Allerdings habe ich auch schon normale Gabelschlüssel geschrottet wenn ich sie zuvor mit einem Pedalschlüssel angeschraubt habe, und die Dinger etwas festkorrodiert waren. (Pedalschlüssel sind länger). Pedale sollten allerdings schon richtig fest sitzen, sonst beginnen sie evtl. zu knarzen oder lockern sich. Ergebnis ist, falls man es nicht merkt ein defektes Gewinde.

Ob jetzt bei den Pedalen Fett oder Sicherungslack drauf soll ist wohl Ansichtssache. (Rolling-Eyes)

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Beitrag von Bienchen » 27.04.2009, 20:27

GhostY hat geschrieben:Innen-Aussensechskant.
Nächste dumme Frage: Was ist denn Innen-Aussensechskant? Innensechskant ist Inbus, oder? Aber Aussensechskant?



Und mir wäre nie etwas anderes als Fett für die Pedale in den Sinn gekommen...

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Beitrag von Mr.C » 27.04.2009, 20:35

Bienchen hat geschrieben:Kann ich die Schrauben denn auch nach der Verwendung von Loctite ohne große Probleme wieder lösen?
Eigentlich schon, wenn es mal Probleme geben sollte, die Schraube und das Werkstück, in dem sie steckt, mip'm Fön warm machen. Dann wird das Zeug wieder weicher und läßt sich leichter lösen...

Fett oder Loctite bei den Pedalen ist wirklich Ansichtssache. Ich nehm da immer Fett, aber das sieht mancher vielleicht anders. Alle halbe Jahre löse ich meine Pedale mal und säubere und fette die Gewinde neu. Mit Loctite wär das schwieriger, nixdestotrotz aber genauso wichtig, denn DICHT macht das Zeug kein Gewinde!

Edith sacht: Aussensechskannt sind die im Volksmund als stinknormale Maschinenschrauben bekannten Schrauben mit einem Sechskant-Kopf, der sich mit einem einfachen Maul- oder Ringschlüssel entsprechender Größe greifen lässt.
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Beitrag von helges » 27.04.2009, 20:38

Bienchen hat geschrieben:Aber Aussensechskant?
Stinknormaler Schraubenkopf.

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Beitrag von Bienchen » 13.05.2009, 20:44

Nächste dumme Frage: Rennradreifen

Da steht ja immer drauf mit wieviel Bar/PSI ich die Reifen befüllen darf. Muss ich mich zwingend an diesen Wert halten oder darf ich den auch um ein Bar erhöhen?

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Beitrag von guhl » 13.05.2009, 20:54

wenn der reifen platzt wars zuviel. simpel, oder? klar kannst da ein bar mehr reintun, der berstdruck liegt idr deutlich höher
Businesskaschper aka "fürn fuffi mach ich alles" (nur wie lange)

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Beitrag von Bienchen » 13.05.2009, 21:02

guhl hat geschrieben:der berstdruck liegt idr deutlich höher
Nun habe ich ein déjà-vu!! Irgendwo habe ich gelesen, dass die Hersteller den Reifen mit viel viel mehr Druck testen... Das war glaub ich in Helges Reifentest...

Ich lese nochmal nach.

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Beitrag von helges » 13.05.2009, 21:18

Hab auf dem Conti 4000 im Kilometerfresser immer 9,5bar drin, erlaubt sind 8,5.
Viel hilft viel!

Halten muss:
1. Der Reifen
2. Die Felge

Der Maximaldruck ist mal mindestens das Doppelte und wird unter Umstaenden dann halt im Schlagloch oder am Randstein, den man im misslungenen Bunnyhop nimmt, erreicht => *PENG*

Der Schwalbe Stelvio auf der Stadtschlampe ist mit 10bar angegeben, da geh ich nicht drueber, da alt und ranzig.

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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 13.05.2009, 21:22

Im IBC gabs nen langen Bericht über Conti inklusive Video. Die Conti-RR-Reifen fliegen erst bei getesteten 21bar von der Felge. Mit Helges knappen 10 dürfte alles noch im Normbereich sein. Zumal jeder Reifen mit der Zeit Luft verliert...

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Beitrag von Bienchen » 13.05.2009, 21:23

helges hat geschrieben: Halten muss:
1. Der Reifen
2. Die Felge
Die Felge? Das verstehe ich nun wieder nicht!

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Beitrag von helges » 13.05.2009, 21:31

Bienchen hat geschrieben:Die Felge? Das verstehe ich nun wieder nicht!
Die Felge ist auch fuer einen Maximaldruck zugelassen. In irgendeiner Felge hier bei den 7 Raedern steht 11bar drin. Der Reifendruck drueckt ja auch nach innen auf die Felge.

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Beitrag von Bienchen » 13.05.2009, 21:34

Und schon wieder was gelernt. Das habe ich nicht gewusst!!!

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Beitrag von ratugeor » 13.05.2009, 21:36

wenn du auf eine Leichtbau Alu Felge die für max 4 bar ausgelegt ist 10 bar draufmachst kann es sein das die Felge bricht/reißt etc...

Zu den Pedalen, mit nem großen Schlüssel schön fest anziehen und mit Fett, Loctite ist viel zu teuer und aufwändig. Schön Fett dran schmotzen zuknallen und feddich. (Außname Titanpedale ala Schneebesen, dann lieber loctite und nicht ganz so fest zuknallen...
"Ist mir völlig egal wer Dein Vater ist, aber während ich angle, läufst Du hier nicht übers Wasser!"
(Zitat aus dem 1. Jahrhundert, Autor unbekannt :D)

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Beitrag von GhostY » 13.05.2009, 21:37

Bienchen hat geschrieben:
Die Felge? Das verstehe ich nun wieder nicht!
Die Felgenhörner müssen dem Druck auch Stand halten. Wenn die Felgen schon stark runtergebremst sind wird das Felgenhorn immer dünner und biegt sich bei hohem Druck nach aussen .

Im extremen Fall sprengt es die Felge, es reisst dann das Felgenhorn direkt über der Felgenschulter. Oder die Felge bekommt in der Mitte zwischen den Speichenlöchern Risse und drückt sich nach aussen. Eine fast durchgebremste Felge erkennt man an rubbelnden Bremsen, die nicht durch einen Achter verursacht werden.
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Beitrag von Bienchen » 13.05.2009, 21:46

ratugeor hat geschrieben:wenn du auf eine Leichtbau Alu Felge die für max 4 bar ausgelegt ist 10 bar draufmachst kann es sein das die Felge bricht/reißt etc...
Ich will nun nicht in meine Felge schauen müssen, aber eine Felge die auf meinem Rennrad ist wird doch sicher mehr auch entsprechenden Druck aushalten!?
Zu den Pedalen, mit nem großen Schlüssel schön fest anziehen und mit Fett, Loctite ist viel zu teuer und aufwändig. Schön Fett dran schmotzen zuknallen und feddich. (Außname Titanpedale ala Schneebesen, dann lieber loctite und nicht ganz so fest zuknallen...
Die Pedale sind schon mit Fett und all meiner Kraft :roll: drauf...

Loctite habe ich mir nun schon zugelegt. Allerdings für die Schrauben der Bremsscheibe!

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Beitrag von ratugeor » 13.05.2009, 22:25

wat den für Schraubenkleber mittelfest oder hochfest?

EIne 0815 Rennradfelge hält 10 bar locker...
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Beitrag von Bienchen » 14.05.2009, 07:03

ratugeor hat geschrieben:wat den für Schraubenkleber mittelfest oder hochfest?
mittelfest
EIne 0815 Rennradfelge hält 10 bar locker...
Jut, mehr schafft auch meine Pumpe kaum...

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Beitrag von Bienchen » 14.05.2009, 18:53

Nächste dumme Frage:

Warum machen sich manche Leute einen Kettenspanner an ihr Singlespeed anstatt die Kette einfach zu kürzen? Ich persönlich finde die Dinger hässlich. Haben sie vielleicht noch einen anderen Zweck der mir noch fremd ist?

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Beitrag von helges » 14.05.2009, 19:08

Bienchen hat geschrieben:Warum machen sich manche Leute einen Kettenspanner an ihr Singlespeed anstatt die Kette einfach zu kürzen? Ich persönlich finde die Dinger hässlich. Haben sie vielleicht noch einen anderen Zweck der mir noch fremd ist?
Frage ist nicht dumm.
Wenn Du horizontale "Ausfallenden" hast, brauchst Du keinen Kettenspanner, kannst also die Kette ueber das Rad nach hinten ziehen und spannen.
Bei vertikalen, also echten "Ausfallenden" geht das halt nicht und Du hast drei Moeglichkeiten die Kette "fest" zu bekommen.
1. Spanner
2. Halflink (halbes Ketteglied)
3. Excenter-Tretlager

Alle drei Scheisse, deshalb haben Bahnraeder immer wunderschoene horizontale Ausfallenden.

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Beitrag von Gurkenzäpfchen » 15.05.2009, 14:38

Und leider sind Ketten selbst mit Halflink nich immer perfekt ablängbar. Kettenspanner ist eine häßliche aber praktikable Lösung.

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Beitrag von Bienchen » 17.05.2009, 14:49

Sagt mal, wie bekomme ich den alten Lack von einem Rahmen?

Was für ein Werkzeug brauche ich um überflüssige Teile von einem Rahmen zu schneiden? Dachte an eine kleine Metallsäge... Oder macht das wenig Sinn?

Und wie sieht es mit lackieren aus? Mache ich das einfach mit der Dose? Müsste ist den Rahmen vorher irgendwie vorbehandeln???

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